Kreative Spiele für die Klassengemeinschaft der Klassen 11A und 11B

Ende September fand in der St. Josef ein erlebnispädagogischer Nachmittag für
die Oberstufe statt. Unter Beachtung der Corona-Vorschriften sollten die 14 neuen Schüler/innen der 11 Klasse ihr Gemeinschaftsgefühl stärken. Ziel des Nachmittags war es, Vertrauen in den neuen Klassen aufzubauen, aber auch, sich besser kennen zu lernen.
Die jungen Erwachsenen der Klasse 11a und 11b trafen sich mit ihren Lehrern und Lehrerinnen  auf der Vinzenzwiese in Schwäbisch Gmünd.
Mit viel Mühe hatten Herr Oberle und Schwester Judith, unsere Schulsozialarbeiterin, bereits verschiedene Spiele für die Schüler/innen des
sozialpädagogischen Gymnasiums vorbereitet. Anfangs waren die Schüler noch etwas zurückhaltend, da sie nicht wussten, was auf sie zukommt und die neuen Mitschüler ihnen noch nicht vertraut waren. Jedoch legte sich die Anspannung schnell und die jungen Erwachsenen suchten gemeinsam nach einer Lösung um das Spielziel zu erreichen.
Bei drei unterschiedlichen Spielen zeigten die Schüler wie kreativ und schnell die Gruppe zusammen arbeiten kann. Unter Anderem gab es bei einem Spiel einen „Imaginären giftigen Teich“ (ein Seil welches zu einem Kreis gelegt wurde), in dessen Mitte ein „Schatz“ lag. Das Ziel des Spiels war es, diesen „Schatz“ zu erreichen ohne den „Imaginären giftigen Teich“ zu betreten. Die Schüler spannten mit einem Seil eine Art Spinnennetz , worauf sich eine Schülerin legte und von ihren Mitschülern über den Teich getragen wurde. So feierte man den Erfolg am Ende mit dem geborgenen „Schatz“ in Form von Schokoladenriegel.
Das Highlight für die Schüler war das Klettern auf eine 4 Meter hohe Leiter, von der sie anschließend heruntersprangen und in ihren Klettergurt fielen. Bei dieser Übung wurde Vertrauen in die Mitschüler und Lehrer aufgebaut, denn die Leiter wurde nur von ihnen gehalten.
Gemeinsam überwanden die Schüler hierbei ihre Ängste und lernten gleichzeitig miteinander zu kooperieren. Bei jeder Aufgabe wurden die Schüler offener, was dazu führte, dass sie ein besseres Team wurden.
Mit dieser entstandenen Klassengemeinschaft werden sie nun gemeinsam, Schritt für Schritt, in Richtung Abitur gehen.

Ist Textilproduktion „Made in Germany“ überhaupt noch möglich?

Seminarkurs von St. Josef bei TRIGEMA

Im Rahmen des Seminarkurses, der dieses Jahr das Rahmenthema „Höher, Schneller, Weiter“ trägt, besuchten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums St. Josef in Schwäbisch Gmünd mit Ihren Lehrern Herrn Bertenrath und Frau Nagel das Textilunternehmen TRIGEMA. Die Firma Trigema hat ihren Hauptsitz auf der Schwäbischen Alb in Burladingen und wirbt damit, vom Garn bis hin zum fertigen Kleidungsstück, 100 Prozent „Made in Germany“, zu produzieren.
Der Textilbranche eilt ihr schlechter Ruf voraus. Große Kleidungskonzerne stehen in der Kritik, im Ausland zu produzieren, um die Produktionskosten so gering wie möglich zu halten. Was nicht nur zur Folge hat, dass Näherinnen und Näher im Akkord arbeiten müssen, sondern auch, dass Klamotten möglichst schnell hergestellt werden sollen. Dies hält die Produktionskosten zwar gering, geht jedoch zu Lasten der Umwelt.
TRIGEMA wirbt damit, dass sie umweltfreundlich und nachhaltig produzieren. Und genau davon wollten wir, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 aus St. Josef, ein Bild machen. Angekommen in Burladingen sahen wir einen rund 20-minütigen Film, der uns die 100-jährige Firmengeschichte von TRIGEMA näherbrachte. Anschließend bekamen wir eine Führung durch das gesamte Werk.
Angefangen bei der Stoffherstellung. Die Baumwolle, die für die Produktion des Stoffes benötigt wird, stammt aus Griechenland und der Türkei. Jeden Tag produzieren Großrundstrickmaschinen über zehn Tonnen Stoff. Im Dreischichtbetrieb werden rund um die Uhr Stoffe aus unterschiedlichen Texturen hergestellt.
Nachdem der Stoff hergestellt wurde, durchläuft er in der Verarbeitung verschiedene Veredelungsprozesse. Die Wasch- und Bleichanlagen arbeiten mit minimalen Wasser- und Energieverbrauch. Hinzukommt, dass TRIGEMA in Kaltfärbeanlagen färbt, diese Methode benötigt erheblich mehr Zeit, ist dafür jedoch um einiges umweltfreundlicher.
Um so wenig Verschnitt wie möglich zu haben, ermitteln Computer den perfekten Zuschnitt, bevor – bis zu 150 Stoffbahnen gleichzeitig zugeschnitten werden. Aus dem Verschnitt stellt TRIGEMA unter anderem Putzlappen oder Malerflies her, so entstehen keine Abfälle.
Nach dem Zuschnitt werden die Artikel sortiert und zu den Näherinnen und Nähern überstellt. Genäht wird bei TRIGEMA in den drei Werken in Burladingen, Altshausen und Rangendingen.
Die Firma TRIGEMA näht nicht nur Kleidung, sondern bestickt oder bedruckt Textilien auch nach den individuellen Wünschen des Kunden.
Zum Schluss unserer Führung konnten auch noch einen kurzen Blick in die Büroräume von TRIGEMA werfen. Die Büroräume haben weder Wände noch Türen. Gläserne Produktion bis hin zur Chefetage!
TRIGEMA zeigt eindrucksvoll, dass man auch in der heutigen Zeit mit „Made in Germany“ Erfolg haben kann. Mit einem Umsatz von über 100 Millionen Euro im vergangenen Jahr und 1200 Beschäftigen steht das Unternehmen von Wolfgang Grupp gut gewappnet für die Zukunft da. Zusammen mit seinen Kindern Bonita Grupp und Wolfgang Grupp Jr. setzt TRIGEMA voll und ganz auf nachhaltig produzierte Ware und erhielt dafür im Jahr 2014 den Cradle-to-Cradle-Products-Innovator-Award, der dafürsteht, dass bei der Warenproduktion keine Abfälle erzeugt werden, sodass Ressourcen den zukünftigen Generationen erhalten bleiben.
TRIGEMA zeigt, dass man mit „Made in Germany“ sehr wohl Erfolg haben kann.
(Tabitha Kolnik 12 SG, St. Josef)